"Arbeitspapier
der Internationalen Gesellschaft für Geschichtswissenschaft, angenommen
durch die internationale Konferenz in Tutzing vom 15. - 18. September 2003
Die auf der Konferenz versammelten Geschichtsdidaktiker aus verschiedenen Ländern
von vier Kontinenten bekräftigen ihre Überzeugung, daß der Geschichtsunterricht
ein freies Individuum heranbilden soll, das unabhängig, demokratisch und
sozial verantwortlich urteilen kann, er darf jedoch weder verdeckt noch offen
indoktrinieren. Um dazu beizutragen, appellieren wir an alle Geschichtslehrer
und die mit der Vermittlung betrauten Institutionen, das Verständnis von
Weltgeschichte als integrativen Bestandteil des Geschichtsunterrichts in allen
Klassen und Stufen nicht allein in der Schule, sondern auch in den außerschulischen
Lernorten und in den Massenmedien zu fördern. Heute wird ein neues historisches
Bewußtsein benötigt, um zu verstehen, wie unsere Welt geworden ist,
um Vergangenheit und Gegenwart zu verbinden, um Verständnis für die
kulturelle Verschiedenheit zu entwickeln und um die Welt sicherer und zu einem
lebenswerten Platz zu machen."
Bei unserer Tagung in Tutzing vom 15.-18.9.2003 wurde folgendes festgelegt:
Tagung in Rabat/Marokko
vom 22.9.- 25.9.2004:
Thema: Begegnung mit Geschichte - Begegnung mit dem anderen. Geschichtsunterricht
im interkulturellen Dialog
Vorläufige Planung:
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21.9.04
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Anreise |
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22.9.04
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vormittags:
Begrüßung und Einführungsvorträge (u.a. Die marokkanische
Geschichtsschreibung nach der Unabhängigkeit) nachmittags: Ethnozentrismus: die Wahrnehmung des Eigenen |
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23.9.04
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vormittags:
Stereotypen: die Vorstellung vom Anderen nachmittags: Exkursion durch Rabat |
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24.9.04 |
ganzer Tag: Begegnungen: aktuelle Erfahrungen und Vorschläge für die Zukunft |
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25.9.04
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vormittags:
Arbeitsgruppen mit marokkanischen Experten nachmittags: Berichte der Arbeitsgruppen und Zusammenfassung der Tagung |
Es ist geplant, daß marokkanische Geschichtslehrer an der Tagung teilnehmen. Da alle Beiträge ins Arabische übersetzt werden, muß ihre französische Fassung bis Mitte Juni 2004 bei der Vorsitzenden vorliegen (bitte Diskette mit Ausdruck). Selbstverständlich kann der Vortrag in einer der drei Sprachen unserer Gesellschaft gehalten werden.
2. Welthistorikerkongreß
in Sydney/Australien vom 3.-9. 7. 2005
Unsere Gesellschaft wird folgende zwei Sektionen haben:
a) Weltgeschichte lernen - eine globale Herausforderung
Leiter: Luigi Cajani, Rom
b) Der Blick auf den anderen beim Lehren der Geschichte (Schulbücher/Lehrer)
Leiter: Elisabeth Erdmann, Erlangen-Nürnberg
Für beide Tagungen
gilt:
Die Anmeldungen und die Themen der geplanten Referate müssen bis Mitte
März 2004 bei der Vorsitzenden eingegangen sein. Sonst kann die Tagung
in Rabat nicht geplant werden. Für Sydney sind wir an die Vorgaben des
Internationalen Komitees gebunden.